Future Songs of Fish and People

Wir blicken zurück auf ein großartiges kollektives Ereignis auf der Insel Ummanz. Rund 250 Besucher*innen kamen zur Uraufführung von Amanda Piñas Performance “Future Songs of Fish and People”. Sie alle wurden Teil der Inszenierung.

“Der Fisch ist stumm, aber der Fischer nicht!” lautet der Kernsatz ihres Auftrags. Doch in ihrer Performance lässt Amanda Piña nicht nur die Ummanzer, sondern auch den Aal, den Bodden, die Ostsee, das Land und die Strömung zu Wort kommen.

Nach einer von Klängen begleiteten Prozession erhielten der Aal sowie der letzte hauptberufliche Fischer der kleinen Insel bei Rügen in einer para-institutionellen Ehrungszeremonie eine Auszeichnung. Im Flachwasser des Boddens verfolgte das Publikum anschließend vor untergehender Sonne, wie sich Menschen in Meereslebewesen verwandeln und zu kollektiven Körpern verschmolzen.

Die Neuen Auftraggeber von Ummanz haben Verantwortung für ein aktuelles Thema übernommen, das kleine Fischergemeinschaften weltweit betrifft. Sie sorgen sich um das Sterben der kleinen Küstenfischerei und haben Amanda Piña eingeladen, mit einer künstlerischen Arbeit neue Perspektiven auf das Thema zu eröffnen.

Mit ihrer Performance würdigt Amanda Piña das Wissen und die Arbeit der Boddenfischer und knüpft neue Beziehungen zum Meer und seinen Lebewesen. Sie öffnet den Blick für eine andere Haltung, die nicht gesehenes und unterdrücktes Wissen in zukünftiges Handeln einbezieht.

Die Performance Future Songs of Fish and People ist das erste Format des dreigliedrigen Gesamtwerkes Atlantic Undercurrent Circulation für die Neuen Auftraggeber von Ummanz. Es folgen die Skulptur eines Meereslebewesens, die dauerhaft auf Ummanz verbleiben soll sowie eine Videoinstallation, die erstmals im MEERESMUSEUMS Stralsund gezeigt wird und später mit der Künstlerin zu weiteren Ausstellungsorten reist.

Das Werk entsteht im Rahmen von Tanz und Performance im Bürgerauftrag, einem Programm der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber in der Förderung der Kulturstiftung des Bundes.

Fotos: Victoria Tomaschko

Programmheft zum Herunterladen

Idee, Konzeption & Choreografie: Amanda Piña

Mediation: Susanne Burmester

Produktion: Fortuna – Verein zur Förderung nachhaltiger Kunst
Produktionsleitung, technische Leitung: Michel Jimenez
Kostümbild: Simon Pineiros Leone
Dramaturgie: Lorena Moreno

Assistenz der Choreografie: Federico Protto

Tontechnik: Jürgen Kaufmann

Bühnenbau/ Helping Hand: Julius Rübcke von Veltheim
Technik/ Helping Hand: Matthias Arndt

Koordination: Federico Protto (Wien), Lisa Marie Steude (Ummanz)

AUFTRAGGEBER*INNEN
Detlef Diedrich, Karin Gundlach, Gabriele Heenemann, Lutz Peters (†), Peter Schüler, André Stoye, Elke Stoye

KOOPERATIONSPARTNER
Bauer Lange, Deutsches Meeresmuseum, Freiwillige Feuerwehr Ummanz, Gemeinde Ummanz, Inselläufer Ummanz, Pension Haidehof, Regenbogen AG Suhrendorf, Traditionelles Brauchtum Ummanz e. V., Ummai Surfstation, Uns Eigen eG, Sound Projekt Veranstaltungstechnik GmbH

DANK AN
Felicitas Bäder, Fanny Barz, Kai Borrmann, Henry Diedrich, Stephan Diesener, Léon Gross, Markus Jalas, Bürgermeister Holger Kliewe, Iwona Knorr, Anik Jagiella-Schüler, Achim Keilich, Marlen Melzow, Diana Meyen, Wehrführer André Möller, Paul (Pussy) Nordt (†), Martin Schlockwerder, Susan Schmorell, Peter Schüler, Fabian Schwabe, Dr. Heike Schwermer, Dr. Andrea Stolte, Aaike Stuart, Victoria Tomaschko, Dörte Wolter, Finn Vieberg, Dorit Visbeck-Liebers sowie Cora, Andreas und Jürgen von der Tiki Bar.

Initiiert und uraufgeführt in Tanz und Performance im Bürgerauftrag, einem Programm der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.